Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz hat bundesweit Entsetzen und Betroffenheit ausgelöst. Die Folgen sind weitreichend und werden für lange Zeit spürbar sein. Erst jetzt ist die Schadensaufnahme so weit fortgeschritten, dass der Wiederaufbau von materiellen Gütern und wirtschaftlichen Existenzen beginnen kann. Als bundesweiter Architektenverband bieten wir den Betroffenen Unterstützung und Expertise bei den auf allen Ebenen notwendigen Beratungen. Aber gerade als ArchitektenInnen und RegionalplanerInnen wissen wir auch: Eine derartige Katastrophe kann sich wiederholen, wenn in Planung und Politik nicht alles getan wird, um das Risiko künftig zu minimieren. Die klimatischen Veränderungen durch die Erderwärmung machen die Aufgabe nicht leichter und müssen in der künftigen Strategie mitberücksichtigt werden.
Monreal im Tal der Elz, Flut am 15. Juli 2021
Mit dem beiliegenden Offenen Brief fragen wir konkret nach: Was wird auf Landesebene, auf kommunaler und lokaler Ebene getan, damit sich die Katastrophe vom vergangenen Sommer nicht wiederholt? Welche Institutionen sind eingebunden und in welcher Weise versucht man, aus dem immensen Schaden Lehren für die Zukunft abzuleiten?
Der Brief wurde an Parteien, Ministerien, Landesregierungen und Verbände in Deutschland versendet.