𝟓 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞𝐧 𝐚𝐧 𝐋𝐞𝐚 𝐊𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧𝐧𝐮𝐬
Lea Kestennus ist Partnerin bei trxarchitekten mit Sitz in Köln und Bad Oeynhausen.
𝐖𝐚𝐬 𝐦𝐮𝐬𝐬 𝐠𝐮𝐭𝐞 𝐀𝐫𝐜𝐡𝐢𝐭𝐞𝐤𝐭𝐮𝐫 𝐥𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧?
Gute Architektur darf leise sein. Sie muss nicht beeindrucken, sondern berühren. Für mich vereint sie Gelassenheit, Verantwortung, Flexibilität – und vor allem Menschlichkeit. Sie schafft Räume, die sich selbstverständlich anfühlen. Nicht, weil sie perfekt sind, sondern weil sie ehrlich sind.
𝐖𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐢𝐤𝐨𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐞𝐛ä𝐮𝐝𝐞 𝐡ä𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐒𝐢𝐞 𝐠𝐞𝐫𝐧𝐞 𝐬𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭 𝐞𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐟𝐞𝐧?
Die Therme Vals von Peter Zumthor. Ein Gebäude, das aus dem Ort heraus gedacht wurde – nicht als Statement, sondern als Teil der Landschaft. Die Materialwahl ist radikal ehrlich, die Atmosphäre still und konzentriert. Architektur, die nicht inszeniert, sondern einfach da ist.
𝐖𝐚𝐬 𝐰ü𝐧𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐢𝐞 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐟ü𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐠𝐞𝐛𝐚𝐮𝐭𝐞 𝐔𝐦𝐰𝐞𝐥𝐭?
Mehr Architektur, die nicht laut sein muss, um zu wirken. Die Haltung zeigt, statt Statements zu setzen. Ich wünsche mir Räume, die Resonanz erzeugen – nicht Reiz.
𝐙𝐰𝐞𝐢 𝐰𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐞 𝐄𝐢𝐠𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐧 𝐁𝐚𝐮𝐡𝐞𝐫𝐫 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐬𝐨𝐥𝐥𝐭𝐞?
Neugier und Vertrauen – und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. So entstehen Projekte, die nicht nur gut funktionieren, sondern auch Zukunft haben.
𝐌𝐢𝐭 𝐰𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐥𝐞𝐛𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐭𝐨𝐭𝐞𝐧 𝐀𝐫𝐜𝐡𝐢𝐭𝐞𝐤𝐭𝐞𝐧 𝐰ü𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐒𝐢𝐞 𝐠𝐞𝐫𝐧𝐞 𝐞𝐢𝐧𝐦𝐚𝐥 𝐝𝐢𝐬𝐤𝐮𝐭𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧? 𝐖𝐨𝐫ü𝐛𝐞𝐫?
Mit Mies van der Rohe. Ich würde ihn fragen, wie man Klarheit entwirft – nicht nur im Grundriss, sondern im Denken. Und wie man Architektur schafft, die präsent ist, ohne sich aufzudrängen.
